„Hoch die Internationale Solidarität!“ – Griechenland Solidartätskomitee begrüßt Staatspräsident Pavlopolulos vor der Europäischen Zentralbank

Am Dienstag, den 19. Januar 2016 haben gegen 15.00 Uhr etwa 40 Aktivistinnen und Aktivisten des Griechenland Solidaritätskomitee Frankfurt/Rhein-Main den griechischen Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos vor den EuropäischenZentralbank in Frankfurt begrüßt.

Über das griechische Konsulat in Frankfurt und die Botschaft in Berlin war der Präsident darüber informiert, dass vor der EZB diese Begrüßung stattfinden würde. Bei seiner Ankunft hielt Pavlopoulos kurz inne und winkte vom Eingang der EZB den Demonstranten zu. Diese skandierten „Hoch die internationale Solidarität“.

Es ist sonst üblich, bei Besuchen von Staatsoberhäuptern vor der EZB die Landesfahne zu hissen. Heute suchte man vergeblich die griechische Flagge. Dies nahmen die Demonstranten zum Anlaß, eine große griechische Fahne hoch zu halten. Ausserdem wurde auf Transparenten und Pappschildern von der Bundesregierung gefordert, endlich den Zwangskredit, den Nazi-Deutschland 1940 der griechischen Zentralbank abgepresst hatte, endlich zurück zu zahlen und seinen Reparationsverpflichtungen aus dem 2. Weltkrieg  nachzukommen, was beides völlig instinktlos von der CDU/CSU und SPD-Regierung in Berlin abgelehnt wird.

Der Jurist Pavlopoulos hat, bevor er Staatsprädident wurde, in einem viel beachteten Gutachten insbesondere die Rückzahlung des Zwangskredits gefordert.

Auf Transparenten war darüber hinaus zu lesen, dass die Vertreterinnen und Vertreter des Solidaritätskomitees die EZB und ihren Präsidenten Draghi mit verantwortlich dafür machen, dass Griechenland in eine ausweglose ökonomische und humane Katastrophe getrieben wurde und weiter getrieben werden soll. Ein Sprecher des Komitees erklärte, man habe Pavlopoulos am heutigen Tag den Rücken stärken wollen bei den sicherlich schwierigen Verhandlungen mit dem EZB Präsidenten.

Frankfurt, den 19.1.2016

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu „Hoch die Internationale Solidarität!“ – Griechenland Solidartätskomitee begrüßt Staatspräsident Pavlopolulos vor der Europäischen Zentralbank

  1. Küpfer, Regina schreibt:

    Super tolle Aktion, welche diese Aktivisten vor der EZB realisiert haben, zumal die offiziellen Vorgänge in Griechenland kaum noch eine Veröffentlichung in den ‚Medien‘ wert sind… Ich informiere mich jedoch ständig alternativ über die schwierige humane Lage der wunderbaren Menschen in Griechenland. Die Forderung der Rückzahlung der Reparationskosten von Deutschland an Griechenland ist mehr als berechtigt…Deutschland muss endlich seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen! Leider ist es ja aus neokapitalistischer Sicht und politisch wichtiger mit Milliarden BANKEN (Zocker) zu retten… als MENSCHENLEBEN…was für
    unverantwortliche Entscheidungen! Dieses System ist nur noch menschenverachtend und entwürdigend! Aber wir stimmen weiter mit den Füßen ab… ALLE haben sich noch nicht verdummen lassen und benutzen ihren Kopf zum denken. Wir lassen uns nicht entmutigen…Europa muss anders werden… ein Europa mit Menschen für Menschen!

    Gefällt mir

  2. Leipold schreibt:

    A Greek conspiracy: How the ECB crushed Varoufakis’ plans
    from Norbert Häring

    „A central bank governor in Athens conspires with the President of the Republic to sabotage the negotiation strategy of his government to weaken it in its negotiations with the European Central Bank. After the government has capitulated, this governor, who is a close friend of the new finance minister and boss of the finance ministers wife, and the President of the Republic travel together to the ECB to collect their praise and rewards. This is not an invention, this is now documented.

    On 19 January the German Central Bank in Frankfurt informed the media that the Greek President Prokopis Pavlopoulos visited the ECB and met with ECB-President Mario Draghi, and that he was accompanied by the President of the Greek central Bank, Yanis Stournaras.

    Remember. When the Syriza-led government in Athens was in tense negotiations with the European institutions, the ECB excerted pressure by cutting Greek banks off the regular financing operations with the ECB. They could get euros only via Emergency Liquidty Assistance from the Greek central bank and the ECB placed a strict limit on these. Finance minister Yanis Varoufakis worked on emergency plans to keep the payment system going in case the ECB would cut off the euro supply completely.

    It has already been reported and discussed that a close aide of Stournaras sabotaged the government during this time by sending a memo to a financial journalist, which was very critical with the governments negotiation tactics and blamed it for the troubles of the banks, which the ECB had intensified, if not provoked.

    A few days ago, Stournaras himself exposed a conspiracy. He bragged that he had convened former prime ministers and talked to the President of the Republic to raise a wall blocking Varoufakis’ emergency plan.

    In retrospect it looks as if Alexis Tsipras might have signed his capitulation to Stournaras and the ECB already in April 2015, when he replaced Varoufakis as chief negotiator by Euklid Tsakalotos, who would later become finance minister after Varoufakis resigned. In this case the nightly negotiating marathon in July, after which Tsipras publicly signed his capitulation, might just have been a show to demonstrate that he fought bravely to the end.

    Why would I suspect that? Because I learned in a Handelsblatt-Interview with Tsakalotos published on 15 January 2016 that he is a close friend of Stournaras. Looking around a bit more, I learned that Tsakalotos wife is “Director Advisor” to the Bank of Greece.“

    https://rwer.wordpress.com/2016/01/22/a-greek-conspiracy-how-the-ecb-crushed-varoufakis-plans/

    Gefällt mir

  3. Blanke schreibt:

    Hallo,

    möchte mich bei Euch für die tolle Aktion bedanken und Euch dazu beglückwünschen. Es ist auch mir völlig klar, dass wenn der herrschende Nachfolgestaat des Dritten Deutschen Reiches alle seine Schulden gegenüber Griechenland mit Zins und Zinseszins bezahlt, dann können die Griechen den Deutschen noch was leihen. So müssen wir uns damit abfinden, dass wir in einem der größten Schuldenprellerstaaten der Welt leben. Das entehrt und beschämt uns alle. Aber solche Werte sind bei Schrapp- und Pfeffersäcken natürlich nichts wert, besudelt uns als Staatsvolk aber insgesamt.

    Bin leider weit weg vom Schuss, sonst wäre ich bestimmt dabei gewesen. So leider nur im Geiste.

    Gruß Alois Blanke

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s