„Fraport-Deal“ in Griechenland stoppen! Aufruf zum Protest am 22.09.2015 in Wiesbadenu


Fraports DealLiebe Mitstreiter_innen, wie u.a. im letzten Plenum besprochen  am nächsten Dienstag, dem 22. September ab 10:00 Uhr werden wir eine große Protestaktion zum Fraport-Deal in Wiesbaden in der Nähe des Hessischen Landtages durchführen.

Es ist der erste Plenumstag des Landtages nach der Sommerpause.Der Platz an dem wir die Aktion durchführen ist das Dern`sche Gelände (Lagebeschreibung: hier klicken).
Da es eine Bannmeile um den Landtag herum gibt, ist dies die nächste Möglichkeit in der Nähe.
Wir brauchen viele Teilnehmer und auch noch helfende Hände.
Allle, die es nur irgendwie möglich machen können, rufen wir auf: am Dienstag Vormittag frei nehmen und mitmachen!  Bitte macht unsere Aktion auch in Euren Netzwerken bekannt.
Schon zum Ende dieser Woche erhalten die Parlamentarier (Landtagsabgeordnete und Stadtverordnete) einen offenen Brief mit unseren Positionen und Forderungen. (Zum offenen Brief: hier klicken)
Aber damit nicht genug!
Die Aktion, die wir am Dienstag in Wiesbaden machen, werden wir am 15. Oktober ab 17:00 Uhr auch auf dem Römer durchführen. An diesem Tag tagen die Stadtverordneten. Einen Antrag auf Basis des offen Briefes wurde dazu über die Fraktion „die Linke im Römer“ eingereicht. Also auch diesen Termin vormerken, weitersagen und mitmachen!
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3 Antworten zu „Fraport-Deal“ in Griechenland stoppen! Aufruf zum Protest am 22.09.2015 in Wiesbadenu

  1. Grieliebha schreibt:

    Ich find die Aktion von euch ganz große KLASSE. Den offenen Brief werde ich bei unserer Friedensmahnwache vorlesen und in meinen Netzwerken weiter verbreiten und die Unterschriften an die entsprechenden Adressaten ‚politiker‘ adressieren. Es ist allerhöchste Zeit, die ‚Herrschenden‘ daran zu erinnern, WER bei einer DEMOKRATIE das SAGEN hat: ALLE MACHT GEHT VOM VOLKE AUS! Dieses neoliberale, finanzdiktatorische Europa muss unbedingt ANDERS werden!!! Weg von den Finanzmärkten: also die Bankster und Spekulanten, bzw. die NULLEN im Finanzhimmel, welche sich IHRE PRIVATEN BANKSchulden … von der Bevölkerung in Europa ausbeuterisch öffentlich ergaunern und bezahlen lassen.
    Wir brauchen ALLE eine menschlich, sozial-gerechte, friedfertige, solidarische Gesellschaft für die 99 % Bevölkerung, welche die Mehrheit in Europa haben!!! WIR SIND DIE MACHT !!!

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  2. Pingback: Regionalflughäfen in Griechenland – die Fraport pickt Milliardenschwere Rosinen | Gemeingut

  3. kokkinos vrachos schreibt:

    Kalimera, aus der heutigen Ausgabe der „junge Welt“ vom 23.9.2015.
    vg, kv

    Fraport pickt die Rosinen heraus
    Protestaktion gegen die Übernahme profitabler griechischer Regionalflughäfen
    Von Katrin Küfer

    Gegen die anstehende Übernahme wichtiger griechischer Regionalflughäfen durch den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport protestierten am Dienstag in Wiesbaden Gewerkschafter und Aktivisten des Griechenland-Solidaritätskomitees Frankfurt/Rhein-Main. »Griechenland wird zur Privatisierung von Staatseigentum und Infrastruktur gezwungen«, erklärte der frühere hessische DGB-Landesvorsitzende Dieter Hooge: »Das ist Kolonialpolitik im 21. Jahrhundert und macht Griechenland zum Protektorat und Fraport endgültig zur international agierenden Heuschrecke.«

    Der Privatisierungsdeal, durch den Fraport für 40 Jahre die Betreiberkonzession für 14 gewinnbringende griechische Flughäfen bekommen soll, war schon seit Jahren unter dem Druck der »Troika« angestrebt worden. Mit der Regierungsübernahme unter Führung der griechischen Linkspartei Syriza im Januar 2015, die einen Stopp aller Privatisierungen versprochen hatte, wurde der Prozess dann zunächst ausgebremst. Unter dem Druck der Berliner Bundesregierung und der EU gab Syriza- und Regierungschef Alexis Tsipras dann jedoch am 13. Juli im Rahmen eines Erpressungsmemorandums grünes Licht. Dieses beinhaltet auch die Umsetzung des Deals im Rahmen des Ausverkaufs von griechischem Staatsbesitz nach dem Vorbild der ehemaligen Treuhandgesellschaft in der aufgelösten DDR Anfang der 1990er Jahre. Fraport bekam im August den Zuschlag und soll nun unter anderem die wichtigen und dem Vernehmen nach profitablen Flughäfen in Thessaloniki sowie auf Korfu, Kos, Mykonos, Rhodos, Samos, Santorin und einen der beiden Flughäfen Kretas übernehmen.

    Nach dem erneuten Wahlsieg von Syriza am vergangenen Sonntag rechnen Beobachter nun mit einer raschen Umsetzung der Übernahme mit einem Volumen von über 1,2 Milliarden Euro. »Fraport nutzt die Gunst der Stunde und will da schonungslos und profitgierig mitwirken«, so Hooge. Dem krisengeschüttelten griechischen Volk würden im Zuge einer riesigen »Rosinenpickerei« die Gewinne der lukrativen Flughäfen geraubt, während 26 für die Bevölkerung lebensnotwendige kleinere Flughäfen, etwa auf abgelegenen Inseln, weiter vom griechischen Staat subventioniert werden müssten, bemängelte der Gewerkschafter.

    Die Protestaktion in Sichtweite des Hessischen Landtags fand unmittelbar vor Beginn der ersten Plenarsitzung des Parlaments nach der Sommerpause statt. Sie stellte den Airportdeal szenisch dar und wies die Parlamentarier darauf hin, dass sich die teilprivatisierte Fraport AG nach wie vor mehrheitlich in den Händen des Landes Hessen und der Stadt Frankfurt befindet. So gehören dem Aufsichtsrat des Fraport-Konzerns namhafte Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker sowie Vertreter von CDU, Grünen und SPD an. Sollte der Deal nun nicht mehr zu verhindern sein, so müssten das Land Hessen und die Stadt Frankfurt als Mehrheitsaktionäre über ihre Aufsichtsratsvertreter darauf verpflichtet werden, dass der weitere Erhalt und Ausbau der kompletten Flughafeninfrastruktur in Griechenland als ein Ziel festgelegt werde. Zudem müsse der neue Eigentümer die gewerkschaftliche Vertretung und die Regelung der Arbeitsbedingungen durch Tarifverträge anerkennen und fördern sowie Arbeitsplatzabbau verhindern und neue Arbeitsplätze schaffen, verlangt das Griechenland- Solidaritätskomitee Frankfurt/Rhein-Main.

    https://www.jungewelt.de/2015/09-23/026.php

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